|
| Historisches zum CSD! |
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
New York, 27. Juni 1969. Es begann mit einer Razzia, jener dieser Polizeiaktionen die den Gästen der Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street wohl bekannt war. Zunächst verläut die Razzia auch so wie immer, Durchsuchungen, Erniedrigung, Gewalt gegen die anwesenden Gäste, Festnahmen. Doch dann wendet sich das Blatt. Ein erster Aufschrei: Doch diesmal ließen sich die ca. 200 Schwule und Lesben nicht so leicht einschüchtern. Den Protestrufen folgen kleinere Handgemenge, dann entbrennt eine regelrechte Straßenschlacht mit der Polizei, Autos werden demoliert, Scheiben zerbrechen und die Stonewall-Bar geht in Flammen auf. Nur mit Verstärkung schafft es die Polizei, doch noch alle Homosexuellen zum Rückzug zu zwingen. Mit diesem heftigen Widerstand-hatten die Schwulen und Lesben es doch bisher vorgezogen, ihre Anonymität zu waren-hatte die Polizei nicht gerechnet. Aber an dem neu gewonnenen Selbstbewusstsein der Beteiligten ändert das nichts mehr. Auch in den | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
folgenden Tagen gibt es immer wieder Versammlungen von Lesben und Schwulen in der Christopher Street. Man tut sich zum Kampf für die eigenen Rechte zusammen. Seit diesen Tagen gewann die Lesben- und Schwulenbewegung an Bedeutung, sprang der Funke der "gayliberation" von New York aus über die ganze USA, Südamerika und Europa. Seither entstanden viele Interessengruppen, die sich für die Gleichberechtigung von Homosexuellen auf der ganzen Welt einsetzten. Heute ist die so entstandene "Gay Community" nicht mehr aus dem öffentlichen Leben wegzudenken. In vielen Großen und kleinen Städten in unserer Republik sowie weltweit wird mit dem Christopher Street Day (CSD) diesen tag-den 27. Juni 1969-gedacht.In Deutschland dauerte es allerdings 10 Jahre, bis dieser wichtige Tag zum ersten mal gefeiert wurde. Die 80er Jahre bringen zwei neue Gefahren: Neonazis und AIDS, Die neue Krankheit zeigt sich erstmals in der schwulen Subkultur der Vereinigten Staaten, verbreitet sich dann innerhalb kürzester Zeit über den ganzen Erdball. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Der einzige Schutz: Safer Sex. Auch zeigen sich nun neue Gesichter der antischwulen Gewalt: Neonazis und Rechtsradikale Übergriffe häufen sich, und nicht selten kommt es dabei zu Toten. Dass alte Gewohnheiten auch weiterhin das Tagesgeschäft prägen, zeigt sich bei weiteren Institutionen: Die Bundeswehr hält weiterhin an Meinungen fest, die in den 60ern vertreten wurden, in der Regierung werden Anträge abgelehnt, weil sie das Wort schwul für unerträglich halten und die Polizwi lässt sich trotz aller Loslösungen von alten Vortellungen immer wieder neue Methoden einfallen, um Schwule zu bespitzeln. Das letzte Jahrzehnt bringt einige wichtige und elementare Änderugen. Der §175, über hundert Jahre das staatliche Instrument gegen Schwule, wird aufgehoben. Homosexualität ist genauso frei wie Heterosexualität. Erstmals in der Geschichte Deutschlands gibt es mit der eingetragenen Partnerschaft eine offizelle Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Man darf aber nicht vergessen |
![]() | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
das Deutschland trotz aller Fortschritte in der Gesetzgebung anderen Ländern wie den Niederlanden, Dänemark und Frankreich weit zurück liegt. Es gibt noch immer Instituionen wie die Kirche und die Bundeswehr, die immer noch mit veralteten Meinungen ihre Vorurteile untermauern und so Homosexuelle diskriminieren. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||